Wie gewinnt man junge Menschen langfristig als Kunden – für ein so erklärungsbedürftiges Produkt wie Versicherungen?
Vertrieb im KI-Zeitalter ist das beherrschende Thema, dem wir in diesem Jahr gemeinsam mit unserem Netzwerk und unseren Partnern nachgehen. Wir nähern uns ihm aus ganz verschiedenen Perspektiven: Seit Anfang Mai forschten Studierende des Munich Risk and Insurance Center (MRIC) an der Ludwig-Maximilians-Universität München gemeinsam mit Experten unserer ITHM-Mitglieder LV 1871, Allianz und Provinzial Konzern, wie die neue Technologie in Ansprache, Angebotserstellung und Kundenbetreuung unterstützen kann.



Jetzt fand die Präsentation der Ergebnisse des ITHM-Projektkurses statt. Und wir waren schwer beeindruckt – nicht nur von der wissenschaftlichen Tiefe, mit der die Master-Studierenden sich mit Ansätzen wie Next Best Offer, PredictiveAnalytics oder dem Customer Lifetime Value auseinandergesetzt haben. Sondern vor allem von den ganz praxisnahen konstruktiven Schlussfolgerungen:
KI kann sehr vieles hervorragend – personalisierte Angebote in Sekunden erstellen, Prozesse kundenfreundlicher gestalten oder in der Risikobewertung unterstützen. Vertretern und Maklern bleibt so mehr Zeit zur Kundenpflege – von Mensch zu Mensch. Vor allem aber: KI kann nicht zaubern. Wer von ihr etwa eine lückenlose Voraussage der Zukunft erwartet, wird enttäuscht. Wer ihr blind vertraut, legt womöglich eine Bauchlandung hin. Und wer meint, jede Kundin und jeder Kunde sei im gleichen Maße gleich digital-affin, liegt falsch – selbst bei jüngeren KundInnen. Im Zweifelsfall: nachfragen! Und: Die Technik erklären!
Wir freuen uns schon auf den nächsten Projektkurs – denn die Zusammenarbeit hat bereits Tradition.